Einsatz-Chancen von Vitalpilzen bei Mensch und Tier

Interview mit Naturheilpraktikerin Doris Richtsteig 

Richtsteig

Heilpraktikerin Doris Richtsteig

In Kempten im schönen Allgäu hat die Heilpraktikerin und Dozentin Doris Richtsteig ihre Praxis. Ihre Schwerpunkte sind Impfschäden, immunologische Probleme wie Neurodermitis, Psoriasis, Allergien allgemein und auch begleitende Krebstherapie.Seit 16 Jahren hat die Therapie mit Vitalpilzen – bekannt aus der Traditionellen Chinesischen Gesundheitslehre – hat bei Frau Richtsteig eine große Bedeutung. Ihr großes Wissen auf diesem Gebiet bringt sie regelmäßig auf Seminaren und Vorträgen für Therapeuten, Ärzte und Patienten an. Hier ein Auszug aus einem Gespräch über den Stellenwert von Naturheilkunde mit z.B. Vitalpilzen im Vergleich zur Schulmedizin.

 

Frage: Frau Richtsteig, wie sind Sie zum Thema Naturheilkunde gekommen?

Frau Richtsteig: Zur Naturheilkunde kam ich, da ich in der Pubertät, mit 13/14 jedem Monat 2 Tage extreme Menstruationsbeschwerden hatte; es ging bis zur Ohnmacht. Die Antwort der Schulmedizin war damals einfach ein sehr starkes Schmerzmittel. Das Problem war nur, nach Einnahme der Pillen waren die Unterleibsschmerzen weg und Schwäche, Übelkeit und höllische Magenschmerzen da. Das konnte mit nichts beeinflusst werden. Irgendwann las ich einen Artikel über das Nachtkerzenöl Präparat Efamol und dem Thema „Hormone und Schmerzen während der Menses“ in einem Apothekenjournal.  Als ich es dann endlich kaufen konnte und einnahm, hatte ich schon in diesem Monat fast keine Beschwerden mehr. Das war für mich ein Schlüsselerlebnis und es blieb nicht nur bei diesem einen.

Frage: Sagen Sie uns etwas zu Ihrem Werdegang

Frau Richtsteig: Zunächst absolvierte ich ein 3-jähriges Vollzeitstudium zur Heilpraktikerin, parallel ein Praktikum in einer Apotheke und im Anschluss 4 Jahre Praktika bei Ärzten und Heilpraktikern. Es folgte 1997 eine Weiterbildung zur geprüften Pharmareferentin, spezialisiert habe ich mich auf biologische Tiermedizin. Bis heute arbeite ich parallel als freie Pharmareferentin und betreue einen großen Stamm an naturheilkundlich arbeitenden Tierärzten, indem ich sie bei Therapien berate.

Frage: Sie verwenden neben vielen anderen Naturprodukten ja sehr häufig Heilpilze. Was macht die Therapie mit Heilpilzen für Sie interessant?

Frau Richtsteig: Im Human- und auch im Veterinärbereich hat man durch die einzigartigen Wirkstoffe tatsächlich einen bemerkenswerten Zugriff auf biochemische Abläufe des Körpers.

Frage: Welcher Vitalpilz kommt im Veterinärbereich am häufigsten vor?

Frau Richtsteig: Heilpilze sowohl beim Mensch, als auch beim Tier, können ganz besonders bei allen ernsten, chronischen und das Immunsystem tangierenden Erkrankungen empfohlen werden.  Im Veterinärbereich haben sich besonders Coriolus, Cordyceps, AMB, Reishi, Maitake und Shiitake bewährt. Ein Beispiel aus der Tierwelt: bei Nierenerkrankungen empfehle ich Cordyceps und Champignon, jeweils als Extrakt. Bei den sehr geruchs-und geschmacksempfindlichen Katzen gibt man täglich 2x je ½ Extraktpulver-Kapsel ins Nassfutter oder in einen Klecks laktosefreien Vanillejoghurt. In der Anwendung greife ich gerne auf die Bio-Produkte der Firma Pilze Wohlrab zurück.

Frage: Zu welchen Themen aus der Mykotherapie, also aus der Therapie mit Vitalpilzen, bieten Sie Informationsveranstaltungen an?

Frau Richtsteig: Da sind zum einem die Einführungsseminare in die Mykotherapie zu nennen. Sehr gefragt sich auch die Themen Magen-/Darm, Well-Aging und Vitalpilze in der begleitenden Krebstherapie.

Frage:  Wo sehen Sie für die Naturheilkunde zukünftig die größten Herausforderungen?

Frau Richtsteig: Die größte Herausforderung ist das Bewahren des naturheilkundlichen Wissensschatzes, die Bewahrung der Natur als unsere Apotheke und gesundes Standing gegen die dreiste Ausbeutung des ethnologischen Wissens und der Pflanzenwelt durch die Pharmalobby. Leider ist es zu wenig im Bewusstsein der Menschen, dass die chemisch orientierte Pharmaindustrie sich skrupellos an den „Rohstoffen“ aus der Tier- und Pflanzenwelt bedient. Aus hochwirksamen Pflanzen wird ein Wirkstoff isoliert, dann einfach ein Molekül verändert, das Ganze patentiert und behauptet die natürlichen Stoffe wirken nicht oder sind gefährlich. Meistens ist schlicht das Gegenteil der Fall.

Frau Richtsteig, wir danken für dieses konstruktive Gespräch. Unsere Leser können über die Website www.natur-heilimpulse.de Kontakt mit Frau Richtsteig aufnehmen.


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