Was ist Chinesische Medizin?

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Was kann die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)?

Seit mehr als 2.000 Jahre, sehr wahrscheinlich weit darüber hinaus, wird in China, aber auch in Japan, Korea und Vietnam eine Heilkunde angewandt, die man wahlweise Chinesische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin oder nur TCM bezeichnet. Auf der Basis der Traditionellen Chinesischen Medizin entwickelten sich weitere Heilkundeverfahren wie zum Beispiel die Kampo-Medizin in Japan. Die Chinesische Medizin ist durch spezielle Arzneimittel, Techniken, Übungen und Verfahren gekennzeichnet. Man fand Quellen dieser Heilverfahren der TCM, die etwa 3.000 Jahre weit in die Vergangenheit reichen. Eine zentrale Rolle spielt in der Traditionellen Chinesischen Medizin das sogenannte Qi. Bei der TCM wird der menschliche Organismus als ein System voller Strukturen von Qi verstanden. Diese Struktur ist dynamisch und basiert auf dem Prinzip des Gleichgewichts. Ist das Gleichgewicht gestört, benötigt der Organismus die Chinesische Medizin um zunächst die Ursache der Störung zu erkunden und danach das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Das Gleichgewicht des Qi im Wechselspiel von Yin und Yang

Das Gleichgewicht, das das Qi und damit den Organismus in einem gesunden Zustand hält, wird durch Gegensätze und der Spannung zwischen diesen hergestellt bzw. bewahrt. Gegensätze gibt es viele, zum Beispiel männlich und weiblich, jung und alt, innen und außen, unten und oben oder böse und gut. Das Qi selbst wird häufig als Kraft oder auch Energie bezeichnet. Die Diagnosen und Therapien der Chinesischen Medizin haben alle die Wiederherstellung des Gleichgewichts und damit den ungestörten Fluss des Qi zum Ziel. Auch in westlichen Ländern bekannte Verfahren sind zum Beispiel die Akupunktur und die Moxibustion. Bei der Akupunktur werden einzelne Therapiepunkte im Körper mit Nadeln gereizt. Bei der Moxibustion oder der Moxa-Therapie geht es auch um Therapiepunkte; diese werden bei dieser Technik mit Hitze angesprochen. Ein weiterer zentraler Bereich der TCM sind Massagen. Bei diesen Verfahren spielen – wie bei der Akupunktur und der Moxibustion – die Meridiane eine wichtige Rolle. Meridiane sind ein System von Trakten und Kanälen, durch die das Qi fließt. An diesen Meridianen befinden sich insgesamt 365 Therapiepunkte, die je nach Leiden angesprochen werden müssen.

 

Bewegungsübungen und Arzneimitteltherapie

Als Massagetechniken sind vor allem die in Japan praktizierten Tuina und Shiatsu bekannt. Die Chinesische Medizin bedient sich auch bestimmter Bewegungsübungen wie Qigong. Dabei wird gezielt versucht, durch fließende und ruhige Bewegungen, den Organismus zu beruhigen und – natürlich – ins Gleichgewicht zu bringen. Arzneimittel sind insbesondere Rohdrogen. Diese können tierische Produkte sein; sind größtenteils jedoch pflanzlicher Herkunft wie Vitalpilze.


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